Dienstag, 12. Mai 2009

Die Reinkarnation der "Nachtschicht" enthüllt seinen Schleier...

Padaaaam! "Club Couture" wurde das millionenschwere Projekt genannt und feierte am 6.ten Mai 2009 sein Grand Opening. Nur eine handvoll Stunden davor waren Mitarbeiter noch schwer damit beschäftigt dem Club noch den letzten Feinschliff zu geben und es stellte sich heraus dass im wahrsten Sinne des Wortes bis zur letzten Sekunde daran gearbeitet wurde. Eine Zeitverzögerung brachte uns VIP Gäste nicht aus der guten Laune.

Wie aus dem Ei gepellt formten sich sehr friedlich ein 21+ Publikum zu einer Schlange; Fotos wurden gemacht, Gerüchte verbreitet und die Spannung auf das Innenleben des neuen Szeneclubs stieg.

Nun, ich machte meine ersten Schritte, Babysteps, in den Club und befand mich auch schon in einem äußerst nobel u. neumodern ausgestatteten Eingansbereich. Der Eintritt, welcher zugleich die Benutzung der Garderobe sowie 6 Stunden parken im anliegendem Parkhaus ermöglicht, blieb mir durch eine reizende Frau erspart.

Der Main Floor blieb noch versperrt, jedoch erfreute ich mich am angrenzenden Buffet.

Nach einigen Drinks, zu erschwinglichen Preisen, schlenderte ich in die Soul Bar und mir fiel mein Kiefer fassungslos zu Boden. Das Design und die Ausstattung waren futuristisch angehaucht, sowie sehr farbenfroh. Ein voller Erfolg, somit verbrachte ich rückblickend auch die meiste Zeit in dem Bereich der Lokalität.

Viele Impressionen, sowie Nostalgie wirkten auf mich ein - jedoch gibt es auch einiges zu bemängeln.
Zur Mittagsstunde des besagten Tages stöberte ich auf der äußerst gelungenen Homepage des CC, wie es in Fachkreisen abgekürzt wird, um mich über Innovationen zu erkundigen. Eintritt ab 18 Jahren, strictly mit Hemd oder Polo und ein niveauvolleres Publikum als es die Nachtschicht zu bieten hatte zogen sich über meinen Bildschirm. Diese Informationen bekam ich jedoch schon durch Mundpropaganda zu hören und war gespannt darauf inwiefern das neue Management dies umsetzen würde.

Leider musste ich im Laufe des Abends feststellen dass anscheinend viele Ausnahmen gemacht wurden. Ich erblicke viele Gesichter der üblichen Verdächtigen, traf Frauen von denen ich (aus Gründen auf die ich medial nicht näher eingehen möchte) wusste dass sie die Volljährigkeit noch nicht erreicht haben und sah Anhänger meines Geschlechts in unpassenden Schuhen und teils Glitzershirts. Ihre Gesellschaft kompromittierte mich - oder doch "the other way round"?

In welche Richtung das Projekt laufen wird ist mir noch unklar, doch aus einem einzigen Auftreten dort lässt sich nichts schließen.
Was der Steffl für Wien ist war die Nachtschicht für Transdanubien. Millionen Euronen schwerer, mit einem gelungenen Makeover und trendgerechten Mottos versucht sich der "Club Couture" zu einem gehobenen Wiener Szenelokal zu etablieren. Wir wünschen viel Glück.

Ein Besuch im Club Couture ist auf jeden Fall empfehlenswert, auch wenn der Eintritt die Finanzen eines Studenten wohl leicht strapazieren.

So, alles hat ein Ende nur die Wurst hat Zwei....in diesem Sinne - Prost!

PS: Noch was in eigener Sache - es trieb mich in der Nacht mehrere Male zur Cocktailbar im Eingangsbereich. Grund dazu lieferte mir eine Frau namens Katja (Name wurde von der Redaktion geändert) welche in mir Nostalgie auslöste. Ein sympathisches Wiedersehen.

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