Donnerstag, 5. März 2009

...genieße Undefinierbares

(inspired by Sandra E.)

Die Definition von "Genuss" ist, laut dem Internetportal Wikipedia, eine Bezeichnung für eine positive Sinnesempfindung, die mit körperlichem und/oder geistigem Wohlbehagen verbunden ist.
Was sagt uns dies? - Gar nichts.
Denn da sitzt ja auch schon der gesellschaftliche Bandwurm - Definitionen.

Kann man Genuss genießen, nachdem man diesen definiert hat? Wohl kaum...warum? Das wird hier zusammengefasst erörtert...

Wer definiert bzw. nach Definitionen lechzt kommt womöglich kaum dazu eine Situation, ein Gefühl oder gar eine Beziehung ganz zu erfassen, zu genießen. Die Suche nach einer Erklärung, nach einer Definition ist oft langwierig, zeit-u. gefühlsintensiv und gipfelt meist trist. Wer nach Definitionen angelt denkt rational - rational denken ist gut, es gibt eine gewisse Sicherheit, jedoch nicht in jeder Lebenslage.
Ein Cocktail aus rationalem und emotionalen Handeln kann einiges zum Positiven verändern.

Ein konkretes Beispiel...
Man genießt eine tolle Zeit mit einer anderen Person, Gefühle sind vorhanden, die Zweisamkeit wird genossen, es scheint als wäre man Partner. Ist man womöglich auch - doch ab wann ist man Partner? Ab wann kann man Sätze wie "Darf ich vorstellen, meine Freundin *weiblicherName*" aussprechen?

Sobald man sich darüber Gedanken macht trudelt man schon in die Zwickmühle. Definitionen, etwas dass die Beziehung zueinander erklärt, in Worte fasst, rationalisiert. Um meine Muse zu zitieren "all das was man definiert hat einen Anfang und somit zwangsläufig auch ein Ende" - Wer eine Beziehung zu einem anderen Menschen festlegt verzichtet freiwillig auf die Chance sich in dieser zu entfalten und, wie bereits erwähnt, sich weiter zu entwickeln.

Für alle rational Denkenden - abschalten und genießen ist angesagt. Wer anfangt seine Beziehung zum eigenen Bruder, zu Freunden, zu Nachbarn, zu Studienkollegen, Postboten, Prostituirten (et cetera) zu definieren steht wohl schlussendlich mit einem, metaphorischen, blauen Auge da.

Samstag, 7. Februar 2009

Rehabilitation...

...hier ein Zusammenschnitt einiger Tricks die ich seit meinem Bändereinriss auf Tape festgehalten habe. (Rechts unten auf den Pfeil klicken und dann auf "HQ" für bessere Qualität)
Das ganze unterlegt mit dem guten Titel "St. Tropez" von Pink Floyd.

Nicht mehr, nicht weniger.


Montag, 26. Januar 2009

"Sei wie ein Fluß,...

... der still die Nacht durchströmt" - so lautet der Titel eines Werks Paulo Coelhos. Werk definiert es nicht genau. Es handelt sich um eine Ansammlung kurzer Geschichten oder Gedanken welche sich im Laufe seiner Schriftstellerlaufbahn, und wohl auch davor, angesammelt haben.
Ein Buch für unterwegs - sehr sehr empfehlenswert.

Unlängst bin ich über die "Geschichte vom Bleistift" gestoßen welche mich schlussendlich schon beim lesen dazu drang es hier im Blog zu veröffentlichen um den Lesern wenigstens einen Einblick in dieses gelungene Buch voller gedankenanregender Kurzgeschichten zu genehmigen.

Die Geschichte vom Bleistift

Der Junge sah zu, wie die Großmutter einen Brief schrieb. Irgendwann fragte er: "Schreibst du eine Geschichte, die uns passiert ist? Ist es vielleicht sogar eine Geschichte über mich?"
Die Großmutter hielt inne, und mit einem Lächeln sagte sie zu ihrem Enkel: "Es stimmt, ich schreibe über dich. Aber wichtiger als die Worte ist der Bleistift den ich benutze. Es wäre schön, du würdest einmal so wie er, wenn du groß bist."
Der Junge schaute den Bleistift verwirrt an und konnte nichts Besonderes an ihm entdecken. "Aber er ist doch genau wie alle anderen Bleistifte!"
"Es kommt darauf an, wie du die Dinge betrachtest. Der Stift hat fünf Eigenschaften, und wenn du es schaffst, sie dir zu eigen zu machen, wirst du zu einem Menschen, der in Frieden mit der Welt lebt.
Die erste Eigenschaft: Du kannst große Dinge tun, solltest aber nie vergessen, dass es eine Hand gibt, die deine Schritte lenkt.
Die zweite Eigenschaft: Manchmal muss ich das Schreiben unterbrechen und den Anspitzer benutzen. Dadurch leidet der Stift ein wenig, aber hinterher ist er wieder spitz. Also lerne hin und wieder Schmerzen zu ertragen, denn sie werden dich zu einem besseren Menschen machen.
Die dritte Eigenschaft: Damit wir Fehler ausmerzen können, ist der Bleistift mit einem Radiergummi ausgestattet. Du musst begreifen, dass Korrigieren nichts Schlechtes, sondern dringend erforderlich ist, damit wir auf dem rechten Weg bleiben.
Die vierte Eigenschaft: Worauf es beim Bleistift ankommt, ist nicht das Holz oder seine äußere Form, sondern die Graphitmine, die in ihm drinsteckt. Also achte immer auf das, was in dir vorgeht.
Schließlich die fünfte Eigenschaft des Bleistifts: Er hinterlässt immer eine Spur. Auch du musst wissen, dass alles was du im Leben tust, Spuren hinterlässt, und daher versuchen, was du gerade tust, ganz bewusst zu machen"
Fin.

Erheiternd, gedankenanregend und geeignet für den stressigen Alltag eines Großstadtmenschen.

In einer Welt, regiert von Arroganz, Zynismus und Geld schaffen es Autoren, Schriftsteller und andere Künstler uns in eine Welt zu versetzen wie wir sie gerne hätten.

Danke Kunst!

Mittwoch, 31. Dezember 2008

2009 ist...

...sozusagen nur "2008 Teil 2", wenn man es so nehmen will. Man könnte das kommende Jahr auch "2007 Teil 3" betiteln. Es spielt keine Rolle...
Ein Jahreswechsel, was steckt dahinter!?

Floskeln wie "Zu Silvester, kurz vor Mitternacht rauche ich meine letzte Zigarette" oder "Neues Jahr, neues Glück...nun wird alles anders" prägen doch meist die klassischen Silvesterpartys; eventuell auch die Wochen vor der Jahreswende.

Warum glaubt eine Mehrheit unserer Population an eine tatsächliche Wende ihres Lebens durch eigene Vorhaben. Was treibt Menschen dazu an einem Donnerstag (1. Jänner´09) plötzlich Aspekte ihres Lebens zu verändern. Weil etwa eine höhere Macht das Individuum dabei unter die Arme greift? Vielleicht auch weil das klirren der Sektgläser einen Einfluss auf die Motivation des Einzelnen hat?

Wer 2008 inhaftiert worden ist, wird nicht plötzlich begnadigt. Das Ozonproblem löst sich nicht durch ein gewaltiges Feuerwerk, und Menschen betteln nachwievor nach sauberem Trinkwasser auch wenn wir uns mit Ethanol und seinen Verbindungen zuschütten. Der Kettenraucher von nebenan verspürt nicht ab Mitternacht plötzlich kein Verlangen nach seiner "Milden Sorte", der Alkoholiker gegenüber wird weiterhin ein Ottakringer zum Frühstück abzapfen sowie der Postbote auch 2009 zu spät kommt und somit in Eile ist.


Silvester - ein Grund zum Feiern, und keiner weiß wieso. Tja, dann packt die Piraten und Böhler raus, besorgt euch noch die letzten Tropfen Alkohol bei der nächstgelegenen Tankstelle und hört auf Mama - warm anziehen.

Heute Nacht schießen sich wohl alle die Lichter aus, ob mit Raketen oder mit Alkohol.


In diesem Sinne - PROSIT 2009!




Mittwoch, 24. Dezember 2008

Das Licht am Ende des Tunnels...

...ist erst der Anfang eines langen, steinigen Weges (sagte mal ein junger, persischer, skatender Medizinstudent)

Nachdem ich meiner Lebenseinstellung "Wird schon klappen, hat immer irgendwie geklappt" nachgegangen bin steh ich mittlerweile mit einem Fuß im 2. Studienabschnitt.
Tja, SIP1 - abgehackt, und das nach nur 5 Versuchen.

Mit 190 Punkten holte ich den Sieg nach Essling, und entschied mich automatisch für einen Weg der vielleicht nicht ganz so angenehm ist.

Weitere 5 Jahre in einem chaotischen, undurchschaubaren und zugleich irrsinigen Studiensystems muss ich nun überleben, um mich anschließend mit den Freuden eines Turnusarztes durch zu kämpfen ...

Doch irgendwo liegt mir ja doch was an dieser ganzen "Medizin Kiste"...

In diesem Sinne wird jetzt der Aufstieg ins nächste Level gefeiert im Rahmen eines Fortgeh-Marathons der mit einem leeren Kontostand und den schlimmsten Kopfschmerzen meines Lebens enden wird.

...und jetzt gehts weiter. Alkohol, Musik und Frauen ergänzen seit Montag meinen Alltag...genießen ist erlaubt, doch nur in Maßen, denn wie Paracelsus seiner Zeit schon erwähnte - "Nur die Dosis bewirkt dass etwas giftig ist"

Snickers, und weiter gehts...!

Montag, 29. September 2008

...absolute Mehrheit

Nachdem Rapid gegen Sturm einen Sieg verbucht hat, die Nationalratswahl einen leichten Rechtsdrall hatte und W. Molterer seinem Zitat "Es reicht!" nachgegangen ist gibt es wieder Neuigkeiten aus dem Hause Valipour.

Die "summative integrative Prüfung 1", welche mir in meiner Medizinerlaufbahn schon einige Male Steine in den Weg gestellt hat, ist theoretisch abgehackt. Nun fragt man sich "Was meinst du mit theoretisch?"

Nun, bei mir ist es ja doch langsam zur Tradition geworden dass ich einen der 6 Themenblöcke nicht bewältigen konnte, und meine Gesamtpunkteanzahl es mir nie zugelassen hat den Einzelblock zu wiederholen.
Doch nach einem harten Sommer voller Biochemie, Genetik, Anatomie, Histologie, Physiologie und anderen Katastrophen sind 5/6 der Prüfung positiv absolviert. Meine 182 Punkte!!! lassen es zu den einen negativen Block 6 (Umweltmedizin) als Einzelblock am 11.Dezember 2008 zu wiederholen und den Sieg nach Hause zu fahren...

Der zweite Studienabschnitt liegt also in greifbarer Nähe, und jegliche Gedanken in Richtung Psychologie wurden beiseite gekehrt...
Keine Euphorie...keine SIP Party...nur ein Schmunzeln und etwas Erleichterung brachte die Nachricht des beinah bestandenen Examens (überbracht von Julia K. am Freitag per Telefonat)...

Die deutlichen Gewinner dieser Wahl haben sich auch sehr für mich gefreut, und somit luden mich H.C. Strache und Dr. Jörg Haider zu einem Wirtsbesuch ein um unseren Erfolg zu feiern...der "blaue" Parteiobmann war so lieb und bestellte uns 3 "Sieger" jeweils ein Bier wie hier zu sehen ist...

...in diesem Sinne "Prost!"

Mittwoch, 17. September 2008

Leider nein!

Nachdem das erfolgreiche,unterhaltsame ORF Format "Starmania" demnächst auf Sendung geht gibt es online schon die ersten Einblicke in der Kategorie "Leider nein"

Der FPÖ Spitzenkandidat reiht sich in der Liste ganz weit oben rein mit folgendem "Song"...